Berufswahl – finde den passenden Beruf

  • Beitrags-Autor:
Du betrachtest gerade Berufswahl – finde den passenden Beruf

Berufliche Passung: Warum nicht der Beruf allein entscheidet

Ein Mitarbeiter startet fachlich bestens geeignet in einem neuen Unternehmen. Die Aufgaben kennt er, die Erfahrung bringt er mit und im Bewerbungsgespräch waren beide Seiten überzeugt. Wenige Monate später folgt trotzdem die Kündigung.

Schnell entstehen Erklärungen. Die Erwartungen waren vielleicht zu hoch. Der Mitarbeiter war doch nicht der Richtige. Das Unternehmen passte nicht. Oder der Bewerber habe sich die Stelle anders vorgestellt. Dabei wird ein entscheidender Punkt häufig übersehen: Ein Mensch kann im gleichen Beruf und mit nahezu identischen Aufgaben in einem Unternehmen hervorragend funktionieren und in einem anderen dauerhaft Energie verlieren.

Nicht zwangsläufig der Beruf ist das Problem. Entscheidend sind häufig die Bedingungen, unter denen dieser Beruf ausgeübt wird.

Bei der Berufswahl wird häufig die falsche Frage gestellt

Wer über eine berufliche Veränderung nachdenkt, stellt sich häufig zuerst die Frage: Welcher Beruf passt zu mir?

Das ist nachvollziehbar. Aber die Frage greift zu kurz. Denn ein Beruf besteht nicht nur aus Tätigkeiten und fachlichen Anforderungen. Dieselbe Position kann in zwei Unternehmen vollkommen unterschiedlich aussehen.

Wie viel Entscheidungsspielraum gibt es? Wie klar sind Verantwortlichkeiten? Wie eng wird geführt? Wie schnell werden Entscheidungen getroffen? Wie viel Austausch findet statt? Wie verbindlich sind Absprachen? Wie stark sind Prozesse vorgegeben? Wie viel Veränderung ist erwünscht?

Die Berufsbezeichnung kann identisch sein. Die Arbeitsrealität ist es nicht. Deshalb kann ein Mensch jahrelang erfolgreich in einem Beruf arbeiten, den Arbeitgeber wechseln und kurze Zeit später daran zweifeln, ob der gesamte Beruf überhaupt noch zu ihm passt.

Möglicherweise ist das die falsche Schlussfolgerung. Nicht der Beruf hat sich verändert. Die Bedingungen haben sich verändert.

Nicht nur was du arbeitest entscheidet über berufliche Passung, sondern wie du dort arbeiten kannst.

Was Wasser mit beruflicher Passung zu tun hat

Ich nutze seit vielen Jahren das Bild von Wasser, wenn ich über Stärken und Persönlichkeit spreche.

Wasser kann fließen, gefrieren oder verdampfen. Es bleibt dabei immer Wasser. Welche Eigenschaften sichtbar werden, hängt wesentlich von den Bedingungen ab. Bei niedrigen Temperaturen entsteht Eis. Unter anderen Bedingungen wird Wasser zu Dampf. Wasserdampf wiederum kann unter entsprechenden Voraussetzungen enorme Kräfte entwickeln.

Das Wasser ist nicht plötzlich besser oder schlechter geworden. Die Bedingungen bestimmen, wie es sich verhält und welche Wirkung möglich ist.

Bei Menschen ist dieser Zusammenhang natürlich komplexer. Der Grundgedanke lässt sich trotzdem übertragen. Eine persönliche Stärke entfaltet ihre Wirkung nicht unabhängig vom Umfeld. Sie trifft immer auf Aufgaben, andere Menschen, Strukturen, Erwartungen und Rahmenbedingungen.

Deshalb reicht es nicht, die eigenen Stärken zu kennen. Entscheidend ist zu verstehen, unter welchen Bedingungen diese Stärken ihre Wirkung entfalten können.

Ein und dieselbe Stärke kann vollkommen unterschiedlich wirken

Nehmen wir Verantwortung. Ein Mensch übernimmt gerne Verantwortung, entscheidet selbstständig und steht für Ergebnisse ein. In einem Unternehmen erhält er dafür einen klaren Verantwortungsbereich und entsprechenden Entscheidungsspielraum. Dort kann diese Stärke hervorragend wirken.

In einem anderen Unternehmen trägt dieselbe Person formal ebenfalls Verantwortung. Jede relevante Entscheidung muss jedoch mehrfach abgestimmt werden. Entscheidungen werden nachträglich korrigiert, Zuständigkeiten sind unklar oder die Führungskraft greift regelmäßig operativ ein.

Die Stärke Verantwortung ist noch immer vorhanden. Aber die Bedingungen haben sich verändert.

Ähnlich kann es einem Menschen gehen, der viel Struktur und Verlässlichkeit benötigt. Klare Abläufe, rechtzeitige Informationen und verbindliche Absprachen können ihm ermöglichen, sehr effizient zu arbeiten. In einem Unternehmen mit häufig wechselnden Prioritäten, kurzfristigen Entscheidungen und wenig Planung wird derselbe Mensch möglicherweise als unflexibel wahrgenommen.

Umgekehrt kann jemand, der Veränderungen liebt und schnell auf neue Situationen reagiert, in genau diesem Umfeld hervorragend funktionieren und in einer stark standardisierten Organisation zunehmend Energie verlieren.

Es geht deshalb nicht darum, eine Eigenschaft als gut oder schlecht zu bewerten. Es geht darum, ihre Wirkung im jeweiligen Umfeld zu verstehen.

Fachliche Eignung und Persönlichkeit beantworten unterschiedliche Fragen

Das ist auch der Grund, warum berufliche Passung nicht allein über Fähigkeiten beurteilt werden kann.

Fähigkeiten beantworten zunächst die Frage:

Kann jemand diese Aufgabe fachlich ausführen?

Persönlichkeit und Stärken beantworten eine andere:

Wie führt diese Person ihre Aufgaben aus?

Zwei Menschen können fachlich dieselbe Aufgabe beherrschen und dabei vollkommen unterschiedlich vorgehen. Der eine benötigt klare Strukturen und arbeitet innerhalb dieser sehr effizient. Der andere braucht Freiraum, entscheidet schnell und entwickelt seinen Weg während der Umsetzung. Der eine sucht regelmäßigen Austausch, der andere möchte eine Aufgabe zunächst selbstständig bearbeiten.

Keine dieser Arbeitsweisen ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist, ob die Bedingungen des Arbeitsplatzes dazu passen.

Dieser Unterschied ist für Bewerber genauso relevant wie für Unternehmen. Ein Unternehmen kann einen fachlich hervorragenden Kandidaten einstellen und trotzdem eine Fehlbesetzung erleben. Nicht unbedingt, weil die Auswahl fachlich falsch war, sondern weil wesentliche Bedingungen der Zusammenarbeit nie geklärt wurden.

Das wird besonders sichtbar, wenn Mitarbeiter bereits während der Probezeit wieder kündigen.

Warum Kündigungen in der Probezeit häufig mit Passung zu tun haben

Eine Kündigung in der Probezeit wird häufig als Fehlentscheidung im Recruiting betrachtet. Manchmal ist sie das auch. Aber nicht jede frühe Kündigung bedeutet, dass die Qualifikation nicht gepasst hat oder der falsche Mitarbeiter ausgewählt wurde.

Es kann ebenso sein, dass Bewerber und Unternehmen zu wenig darüber gesprochen haben, wie die Arbeit tatsächlich stattfinden wird.

Stellenanzeigen beschreiben Aufgaben, Anforderungen und Benefits. Bewerbungsgespräche prüfen Erfahrung, Fähigkeiten und Motivation. Viel seltener wird ausreichend tief geklärt, welche Bedingungen ein Mensch benötigt, um dauerhaft gut arbeiten zu können.

Wie viel Orientierung braucht jemand? Wie viel Freiheit? Wie wichtig sind feste Strukturen? Wie geht jemand mit kurzfristigen Veränderungen um? Wie viel Austausch benötigt die Person? Wie möchte sie Verantwortung übernehmen? Wie wichtig ist eigener Gestaltungsspielraum? Welche Bedingungen kosten dauerhaft Energie?

Das sind keine nebensächlichen Wohlfühlfragen. Sie beeinflussen Leistung, Zusammenarbeit und Mitarbeiterbindung. Wenn diese Punkte im Recruiting nicht sichtbar werden, können beide Seiten erst nach dem Start feststellen, dass zwar die fachliche Qualifikation stimmt, die Bedingungen aber nicht passen.

Die gleiche Position kann in zwei Unternehmen ein anderer Job sein

Gerade erfahrene Führungskräfte kennen diesen Unterschied. Eine Vertriebsleitung kann bedeuten, eine bestehende Mannschaft innerhalb klarer Strukturen zu führen. Sie kann aber genauso bedeuten, einen Vertrieb neu aufzubauen, Prozesse zu entwickeln und gleichzeitig operativ Kunden zu betreuen.

Eine Geschäftsführung kann weitreichenden unternehmerischen Gestaltungsspielraum besitzen oder stark durch Gesellschafter, Konzernstrukturen und Vorgaben begrenzt sein. Eine Teamleitung kann echte Führungsverantwortung bedeuten oder hauptsächlich die Koordination bestehender Abläufe.

Auf der Visitenkarte steht möglicherweise derselbe Titel. Für die Persönlichkeit des Menschen sind es vollkommen unterschiedliche Arbeitsbedingungen.

Deshalb halte ich wenig davon, Persönlichkeit bestimmten Berufen zuzuordnen. Es gibt nicht die typische Persönlichkeit für Vertrieb, Führung oder Selbstständigkeit. Viel entscheidender ist, wie die konkrete Aufgabe ausgestaltet ist und unter welchen Bedingungen sie ausgeführt wird.

Meine eigenen Stärken haben sich nicht mit jedem Job verändert

Auch mein eigener beruflicher Weg hat mir diesen Zusammenhang immer wieder gezeigt.

Ich habe viele Jahre im Vertrieb und in Führungspositionen gearbeitet und mich schließlich mit Mitte 40 selbstständig gemacht. Von außen könnte man daraus schließen, dass meine aktuelle Coachingtätigkeit besser zu meiner Persönlichkeit passt als meine früheren Berufe in Vertrieb und Führung.

Das wäre mir zu einfach.

Viele meiner früheren Aufgaben haben sehr gut zu mir gepasst. Andere weniger. Entscheidend waren häufig nicht Berufsbezeichnung oder Branche, sondern die Bedingungen, unter denen ich arbeiten konnte.

Drei meiner persönlichen Stärken zeigen das besonders deutlich.

Expertise braucht Möglichkeiten zur Vertiefung

Ich beschäftige mich gerne intensiv mit Themen, möchte Zusammenhänge verstehen und Wissen weiterentwickeln. Diese Stärke kann in sehr unterschiedlichen Berufen wirken.

Entscheidend ist, ob eine Aufgabe die Möglichkeit bietet, sich mit Themen tatsächlich auseinanderzusetzen und vorhandenes Wissen einzusetzen. Eine Position, in der hauptsächlich Routinen abgearbeitet werden, bietet dafür andere Bedingungen als eine Aufgabe, in der ständig neue Fragestellungen entstehen.

Nicht die Stärke verändert sich. Ihre Einsatzmöglichkeiten verändern sich.

Leichtigkeit braucht nicht überall dieselben Bedingungen

Eine weitere meiner Stärken ist Leichtigkeit. Ich sehe häufig Möglichkeiten, wo andere zunächst Schwierigkeiten wahrnehmen. Das bedeutet nicht, Probleme auszublenden. Es beeinflusst aber meine Art, mit Herausforderungen umzugehen.

Ein Umfeld, in dem Lösungen gesucht, Entscheidungen getroffen und Dinge ausprobiert werden dürfen, unterstützt diese Stärke. Ein Umfeld, in dem Probleme immer wieder besprochen werden, ohne etwas verändern zu wollen, kostet mich dagegen Energie.

Auch hier wäre die Schlussfolgerung falsch, daraus einen bestimmten Beruf abzuleiten. Relevant ist die Arbeitsweise innerhalb dieses Berufs.

Verantwortung braucht Handlungsspielraum

Verantwortung hat mich durch einen großen Teil meines Berufslebens begleitet. Wenn ich Verantwortung für ein Ergebnis übernehme, möchte ich auch Einfluss darauf haben, wie dieses Ergebnis erreicht wird.

Deshalb ist für mich Handlungsspielraum wichtig. Eine Position mit großer formaler Verantwortung, aber kaum eigenen Entscheidungsmöglichkeiten kann deshalb schlechter passen als eine Position mit weniger Status, dafür aber klarer Zuständigkeit und echtem Gestaltungsspielraum.

Auf dem Papier könnte die erste Position der bessere Karriereschritt sein. Für die persönliche Passung muss sie es nicht sein.

Berufliche Neuorientierung muss nicht mit einem Berufswechsel beginnen

Gerade deshalb halte ich es für problematisch, bei beruflicher Unzufriedenheit zu schnell über einen vollständigen Berufswechsel nachzudenken.

Wer nach vielen Jahren feststellt, dass der aktuelle Job nicht mehr passt, beginnt möglicherweise über eine komplette Neuorientierung nachzudenken. Ein anderer Beruf soll es werden. Vielleicht folgt eine Weiterbildung oder sogar eine neue Ausbildung. Zeit, Energie und Geld werden investiert und irgendwann beginnt der Neustart.

Doch wenn vorher nicht geklärt wurde, welche Bedingungen am bisherigen Arbeitsplatz eigentlich nicht zur eigenen Persönlichkeit gepasst haben, besteht ein erhebliches Risiko: Der neue Beruf ist zwar ein anderer, aber die entscheidenden Bedingungen sind dieselben.

Dann findet sich jemand nach Monaten oder Jahren erneut in einer Situation wieder, die sich erstaunlich ähnlich anfühlt. Wieder kostet die Arbeit zu viel Energie. Wieder entstehen Zweifel. Wieder steht die Frage im Raum, ob ein weiterer Wechsel notwendig ist.

Wie oft will und kann man einen solchen Neustart wagen?

Gerade mit zunehmender Berufserfahrung wird diese Frage relevant. Wiederholte Neuorientierungen kosten nicht nur Zeit und Geld. Sie können Unsicherheit verstärken, das Vertrauen in die eigenen beruflichen Entscheidungen beschädigen und im ungünstigsten Fall dazu führen, dass Menschen zunehmend den Anschluss an ihre bisherige berufliche Entwicklung verlieren.

Deshalb sollte vor einer grundlegenden Neuorientierung zunächst geklärt werden, was tatsächlich verändert werden muss. Vielleicht ist es wirklich der Beruf. Vielleicht sind es aber die Position, der Verantwortungsbereich, die Führung, die Strukturen oder das Unternehmen.

Wer diese Unterscheidung nicht trifft, verändert möglicherweise sehr viel und landet trotzdem wieder unter Bedingungen, die nicht zur eigenen Persönlichkeit passen.

Vor der Jobsuche sollte deshalb eine andere Klarheit entstehen

Wer beruflich etwas verändern möchte, schaut verständlicherweise schnell auf Stellenbörsen. Welche Positionen gibt es? Welche Unternehmen suchen? Welches Gehalt ist möglich? Welche Qualifikationen werden verlangt?

Diese Fragen gehören dazu. Ich würde sie nur nicht an den Anfang stellen.

Vorher sollte Klarheit darüber entstehen, welche Bedingungen im nächsten beruflichen Umfeld vorhanden sein sollten. Welche Aufgaben möchte ich weiterhin übernehmen? Welche meiner Stärken kann ich aktuell gut einsetzen? Welche kommen kaum zur Wirkung? Wie viel Verantwortung möchte ich tragen? Welchen Entscheidungsspielraum brauche ich dafür? Wie wichtig sind mir Struktur und Planbarkeit? Wie viel Veränderung brauche ich? Welche Form der Zusammenarbeit unterstützt mich? Welche Bedingungen haben mich in früheren Positionen Energie gekostet und unter welchen Bedingungen habe ich besonders gut gearbeitet?

Wer diese Fragen beantworten kann, liest eine Stellenanzeige anders und führt auch ein Bewerbungsgespräch anders. Dann geht es nicht mehr ausschließlich darum, ob das Unternehmen mich haben möchte. Es geht genauso darum, ob die Bedingungen des Unternehmens zu der Art passen, wie ich gut arbeiten kann.

Berufliche Passung und Jobzufriedenheit sind eng verbunden, aber nicht dasselbe

An dieser Stelle berührt das Thema meine Jobzufriedenheitsmatrix.

Die Matrix betrachtet die aktuelle berufliche Situation anhand zweier wesentlicher Perspektiven: der fachlichen Übereinstimmung und der persönlichen Passung. Damit lässt sich einordnen, warum jemand in seiner bestehenden Position zufrieden oder unzufrieden ist und an welcher Stelle möglicherweise Veränderungen notwendig sind.

Die Frage nach den Bedingungen geht noch einen Schritt zurück. Sie hilft zu verstehen, was persönliche Passung überhaupt konkret bedeutet.

Denn „Der Job passt nicht zu mir“ ist zunächst nur eine Feststellung. Interessant wird es erst danach: Was genau passt nicht? Die Aufgabe? Die fachliche Anforderung? Der Entscheidungsspielraum? Die Führung? Die Geschwindigkeit? Die Zusammenarbeit? Die Strukturen?

Erst wenn diese Unterschiede sichtbar werden, lässt sich sinnvoll entscheiden, was tatsächlich verändert werden sollte.

Fazit: Nicht nach dem perfekten Beruf suchen

Berufliche Passung bedeutet nicht, den einen Beruf zu finden, der perfekt zur eigenen Persönlichkeit passt.

Der gleiche Beruf kann in zwei Unternehmen vollkommen andere Bedingungen bieten. Die gleiche Position kann unter zwei Führungskräften unterschiedlich erlebt werden. Und dieselbe persönliche Stärke kann unter verschiedenen Bedingungen enorme Wirkung entfalten oder dauerhaft Energie kosten.

Deshalb ist die entscheidende Frage nicht nur:

Welcher Beruf passt zu mir?

Sondern:

Unter welchen Bedingungen kann ich in meinem Beruf gut arbeiten und meine Stärken sinnvoll einsetzen?

Wer diese Bedingungen nicht kennt, kann den Arbeitgeber wechseln, die Position verändern, Weiterbildungen absolvieren und sogar einen vollkommen neuen Beruf beginnen und trotzdem wieder an einem ähnlichen Punkt landen.

Wer sie kennt, kann wesentlich genauer unterscheiden, was wirklich verändert werden muss. Manchmal ist das tatsächlich der Beruf. Sehr häufig lohnt es sich jedoch zuerst zu prüfen, ob nicht der Arbeitsplatz, die konkrete Aufgabe oder die Bedingungen das eigentliche Problem sind.

Wenn du nicht den nächsten Job, sondern die richtigen Bedingungen suchst

Eine berufliche Veränderung muss nicht mit einem neuen Beruf beginnen. Oft ist zuerst Klarheit darüber notwendig, welche Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsbedingungen wirklich zu dir passen.

Genau dort setzt mein Karrierecoaching an. Wir betrachten nicht nur, was du kannst und welche Position als Nächstes möglich wäre. Wir klären, unter welchen Bedingungen du deine Stärken sinnvoll einsetzen kannst und was sich tatsächlich verändern sollte.

Mehr über mein → Karrierecoaching erfahren

Häufige Fragen zur beruflichen Passung

Diese Frage greift häufig zu kurz. Ein und derselbe Beruf kann in unterschiedlichen Unternehmen vollkommen andere Arbeitsbedingungen bieten. Wichtiger ist deshalb zu verstehen, unter welchen Bedingungen du gut arbeiten kannst, wie du Aufgaben angehst und welche deiner Stärken du dabei einsetzen kannst.

Unzufriedenheit bedeutet nicht automatisch, dass der Beruf nicht mehr passt. Prüfe zunächst, was konkret Energie kostet. Sind es die eigentlichen Aufgaben oder eher fehlender Entscheidungsspielraum, zu enge Vorgaben, ständige Veränderungen, mangelnde Struktur oder die Art der Zusammenarbeit? Erst diese Unterscheidung zeigt, was tatsächlich verändert werden sollte.

Nein. Manchmal ist ein Berufswechsel sinnvoll. Häufig können aber bereits ein anderes Unternehmen, eine andere Position, veränderte Verantwortlichkeiten oder passendere Arbeitsbedingungen einen erheblichen Unterschied machen. Eine komplette Neuorientierung sollte deshalb nicht der erste Schritt sein.

Stärken helfen weniger dabei, einen bestimmten Beruf festzulegen. Interessanter ist, wie deine Stärken deine Arbeitsweise beeinflussen und welche Bedingungen sie benötigen. Verantwortung kann beispielsweise Entscheidungsspielraum brauchen, während andere Stärken stärker von Struktur, Austausch oder Veränderungsmöglichkeiten profitieren.

Fachliche Eignung beantwortet vor allem, ob jemand eine Aufgabe ausführen kann. Sie sagt noch wenig darüber aus, wie diese Person arbeitet und welche Bedingungen sie dafür benötigt. Werden diese Unterschiede im Recruiting nicht ausreichend geklärt, kann sich erst nach Arbeitsbeginn zeigen, dass die fachliche Passung stimmt, die persönlichen Arbeitsbedingungen aber nicht.

Berufliche Passung beschreibt, welche Aufgaben und Arbeitsbedingungen zur eigenen Persönlichkeit und Arbeitsweise passen. Jobzufriedenheit betrachtet stärker die konkrete aktuelle Situation. Die Jobzufriedenheitsmatrix hilft dabei, fachliche Übereinstimmung und persönliche Passung im bestehenden Job genauer einzuordnen.

Schreibe einen Kommentar